Mittwoch, 10. Juni 2020

Einfach....

kann unglaublich schön sein. Das Einfache, das Pure, das Wenige. Im Detail liegt das Schöne, das Wertvolle. Im englischen gibt es den schönen Ausdruck *Keep it Simple* Halt es einfach! Genau. Meine Hütte ist nicht komfortabel eingerichtet, sondern einfach. So simpel wie notwendig, reduziert auf das Minimum, aber wundervoll, sich Stunden im Garten zu machen. Ich bin in manchen Hütten immer völlig überrascht, was meine Gartenfreunde alles in ihren Hütten haben. Dieses Gefühl von Camping im Schrebergarten ist mir enorm wichtig. Auf der Feuerstelle im Garten Fleisch, Gemüse grillen, Stockbrot oder Marshmallows....toll! Doch stehen immer mehr Riesengrills in den Schrebergärten und Fernseher, WLAN Anschluss und und und.....Ich liebe es leise im Garten zu werkeln, auf meinem SoloStove zu kochen und mich mit einer Tasse Kaffee, die nicht mit der Kapselmaschine, sondern auf offenen Feuer zubereitet wird, in meinen Liegestuhl zu setzen und zu lesen. Die Vögel, der Wind....Buchstaben ….Ruhe!
Man muss das erst lernen. Das Wesentliche suchen und wenn man Glück hat, es auch zu finden. Ich halte es so im täglichen Leben. Weniger ist mehr. Dabei bin ich mitnichten eine Puristin. Ich brauche schon so einiges um mich wohlzufühlen. Ausßerdem bin ich seit meiner Kindheit eine Sammlerin. Die Objekte haben sich geändert, aber die Jagd, nach den Dingen, um mein Leben und mein Heim zu füllen nicht. 
Ich liebe meinen Schrebergarten und den Garten hinter unserem Wohnhaus. Das Haus in dem wir wohnen ist alt, aber es ist gefüllt mit den Dingen, die ich heute sammle. Ich bin leidenschaftliche Leserin, also gibt es viele Bücher, ich liebe meine Wolle und meine Stricknadeln, dazugekommen sind ein Spinnrad und Handspindeln und ein wunderschöner Wollwinder. Vitrinen sind gefüllt mit diesen Schätzen. Es gibt viele Vitrinen im Haus! *gg* Genauso gerne Handwerke ich im Haus oder auch in der alten Hütte im Garten. Bevor ich Möbel auf den Müll gebe, schaue ich erst, ob sie in einer anderen Farbe schöner wären und meist ist das auch so.

Dieses wird ein ganz einfacher Poncho aus zwei gleichen Teilen gestrickt. Garn: Coburger Fuchsschaf und Alpaka Cloud mit Nadel No: 10 und zwei Fäden. Glatt rechts. 
Der fertige Poncho bekommt einige Fransen eventuell mit schönen Perlen. Die Farbe der Wolle ist so wunderschön edel, da möchte ich ein einfaches Design. Das Strickstück soll mich an kühlen Sommerabenden im Garten wärmen. Ich bin ein Kind der 60 iger. Ich liebe Ponchos mit Fransen! Schultertücher aller Art.
Schlicht glatt rechts, und hat aufgrund der zwei unterschiedlichen Garne eine ganz wundervolle Haptik. Handwäsche ist hier Pflicht. Das Coburger Fuchsschaf ist so leicht ein Fliegengewicht und ich wollte es unbedingt verstricken, da ich die Schafrasse so bezaubernd schön finde.

Wie ist das mit Euch? Habt Ihr Lust mir zu erzählen, was euch wichtig ist, wieviel Ihr braucht? Woran Euer Herz hängt? Ich würde mich freuen es lesen zu dürfen!

Bis bald, Grüße von Marte!


Kommentare:

  1. Ich bin auch eher für das Einfache. Zu viele Dinge sorgen nicht nur dafür, dass alles überladen ist, und man vom Wesentlichen dauern abgelenkt wird, mich belasten auch zu viele Sachen, weil man sich doch mal mehr, mal weniger um alles kümmern muss.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  2. Ich glaube, liebe Marte, wenn ich einen Schrebergarten hätte, wäre das Haus auch ganz einfach eingerichtet. So viel braucht man dort doch nicht, wenn man noch ein Wohnhaus hat oder eine Wohnung. Es sei denn vielleicht, man macht dort tage- oder wochenlang Urlaub.
    Ohje, Fernseher, WLAN, all das würde es auch bei mir nicht geben. So ein Garten soll Auszeit sein. Ich gucke so schon nie fern. ;-) Wobei, so ganz stimmt das zwar nicht, denn ich kann es ja auch am PC sehen, aber doch äußerst selten und auf keinen Fall regelmäßig!

    Mit einem einfachen Gartenhaus, das kenne ich noch so aus meiner Kindheit und das war wunderschön, sogar noch mit Plumpsklo!

    Wie Du, sammelte ich auch Bücher. Doch den Bestand von mehreren Tausend mußte ich abbauen. Jetzt sind es "nur" noch 3 Billy-Regale voll so ungefähr, teilweise aber doppelreihig. Immer noch zu viel, um sie mit ins Alter zu schleppen, wo die Zeit und die Augen dafür immer weniger werden. Einerseiets schade, aber ich merke, die Bücher lachen mich an und ich komme immer weniger dazu, so dass ich mich frage, wozu ich so viele Bücher da stehen habe. Zumal Aktuelles ja doch oft - zumindest bei mir - den Vorrang hat. Aber es gibt eben auch so manche unverzichtbaren Werke, die ich in der Form nie wieder finde oder nicht so leicht, daher behalte ich einen gewissen Bestand eben doch.

    Und mit den Möbeln, da sagst Du was! Ich hatte schon immer ein Faible für gebrauchte Möbel. Wie viel fand man früher auf dem Sperrmüll und finde es noch. Allein die schönen Spiegel, die ich dort fand. Einer ziert seit Jahren meinen Garten als "Gartenspiegel". :-)

    Und einige Schränkchen habe ich auch angestrichen, meist in Weißtönen, weil das am besten zu unserer Einrichtung passt. Ich bin aber nicht komplett in WEiß eingerichtet, da wäre mir zu eintönig, auch wenn es märchenhaft aussehen kann.

    Ach, wie gerne hätte ich Deine gesegneten Hände. Manchmal frage ich mich, was tue ich nur den ganzen Tag, dass ich ein Strickwerk jahrelang herumliegen habe und es nicht schaffe, es zu beenden. ;-) Aber so ist es - in jungen Jahren habe ich mal Pullover gestrickt ...

    Die Coburger Füchse kenne ich, hatte ich sogar mal in meinem B log abgebildet. Allerdings dem anderen "Herz und Leben", den ich geschlossen halte. Vielleicht sollte ich speziell den Post in meinen Gartenblog übertragen. Ich mag diese Schafe auch so gern. Dabei denke ich immer an Strumpfwolle. Aus meiner Kindheit ...

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  3. (2) Tja, woran hänge ich, wie viel brauche ich - gute Frage. Ich kann mit ganz wenig auskommen und vermisse nichts. Das merke ich immer, wenn ich woanders bin. Allerdings ist unser Haus nicht überfüllt. Durch viele Umzüge ergab sich das von selbst, dass immer wieder aussortiert wurde. Und ich gebe kontinuierlich fort, weil ich nicht (mehr) - eigentlich noch nie - zu viel anhäufen will.
    Am meisten hängt mein Herz nur an ganz wenigen Dingen, das sind spezielle Andenken an meine Familie, wie an meine Großmutter, meine Mutti .... wenn jetzt eine Notlage käme, wir flüchten müßten oder sowas, würde ich nur das Allerwichtigste und eben diese lieben Kleinigkeiten mitnehmen. Auf alles andere könnte ich wohl verzichten, denn ich habe gelernt, alles Irdische ist vergänglich. Hatte schon viele Abschiede von lieb gewordenen Orten und Gegenständen ... zuletzt von meinen 3 Kindern, die ich in die Welt hinaus ziehen lassen mußte (natürlich nicht für immer, aber Du weißt sicher, wie ich das meine). Und am meisten hängt mein Herz daher an meiner Familie und am liebsten wäre es mir, wenn wir alle immer zusammen sind.

    Hab auch Dank für Deine so lieben Zeilen bei mir im Blog. Bin gespannt, wie das mit der Rose wird. Ich ziehe sogar Rosen aus Risslingen, aber nicht von jeder Sorte gelingt mir dies. Jetzt stecken gerade einige u.a. von der Mozart-Rose im Topf. Ich hoffe, davon doch einige Jungpflanzen durch zu bekommen, da ich meine Mozartrose irgendwann am jetzigen Platz aufgeben muß, da alles ringsherum zu hoch und dicht wird. Umpflanzen wird nicht mehr klappen. Überzählige Jungpflanzen verschenke ich.

    Nun wünsche ich Dir ein schönes, sonniges Wochenende, dass Du vermutlich auch im Garten verbringen wirst? Es ist ja gerade auch eine herrliche Zeit!

    Viele liebe Grüße
    Sara

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  4. Jetzt sende ich Dir noch den Link zu den Schafwollenen - habe den Post einfach rasch übertragen ;-) Gute Nacht!

    https://mein-waldgarten.blogspot.com/2010/08/kindermode-anno-dazumal.html

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Vielen Dank für Eure lieben Worte an mich! Ich freue mich sehr darüber!

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kann unglaublich schön sein. Das Einfache, das Pure, das Wenige. Im Detail liegt das Schöne, das Wertvolle. Im englischen gibt es den schö...